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Herzlich Willkommen beim
Sonderforschungsbereich
"Endotheliale Signaltransduktion
und Vaskuläre Reparatur"

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Kardiovaskuläre Erkrankungen stellen nach wie vor eine der Haupttodesursachen in der EU dar. Trotz verbesserter Behandlungsmöglichkeiten von akuten Infarkten nimmt die Anzahl an Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz zu. Eine zentrale Rolle für die Funktion des Herz-Kreislauf-Systems spielen Endothelzellen, die die Blutgefäße im Inneren auskleiden. Endothelzellen produzieren Signalmoleküle, die daran beteiligt sind, den Blutdruck zu regulieren, Entzündungsprozesse sowie die Bildung von Ablagerungen in den Gefäßen zu kontrollieren und auch das Wachstum der Blutgefäße zu steuern. Die sog. Aktivierung des Endothels ist mit krankhaften Veränderungen der Blutgefäßwände verbunden und führt zu Krankheitsbildern wie Atherosklerose oder Herzinsuffizienz. Über die Schutzmechanismen, die ein gesundes Gefäßsystem aufrechterhalten oder fehlerhafte Prozesse in den Blutgefäßen korrigieren, ist dagegen noch wenig bekannt.

Concept Wheel

Der Sonderforschungsbereich 834 wird seit Januar 2010 von der DFG gefördert und untersucht, welche Mechanismen auf molekularer Ebene für die Funktion des Endothels sowie für Reparaturvorgänge verantwortlich sind. Dazu arbeiten Wissenschaftler in 15 Teilprojekten zusammen, die sowohl aus dem Bereich der Grundlagenforschung stammen als auch einen direkten klinischen Bezug haben. Im Fokus von Forschungsprojekten im Teilbereich A „Endotheliale Signaltransduktion“ stehen molekulare Mechanismen und spezifische Signalmoleküle, die für den Erhalt der Endothelfunktion in gesunden Gefäßwänden und die Neubildung von Blutgefäßen notwendig sind. Außerdem wird der Zusammenhang zwischen Stoffwechsel und Endothelzell-Funktion untersucht, der aufgrund der hohen Koinzidenz von kardiovaskulären Erkrankungen mit Diabetes und Adipositas von Bedeutung ist. Durch die Analyse der Rolle von G-Protein gekoppelten Rezeptoren, von reaktiven Sauerstoffverbindungen sowie von posttranskriptionalen Modifikationen in Zellkultur-Experimenten und Tiermodellen sollen neue Zielmoleküle für therapeutische Ansätze identifiziert werden. Im Teilbereich B „Endotheliale Funktion und Reparatur“ zielen translationale Projekte darauf, den Zusammenhang zwischen Risikofaktoren für kardiovaskuläre Erkrankungen und Endothelzell-Funktion zu untersuchen und die Behandlungsmöglichkeiten dieser wie auch von Entzündungserkrankungen zu verbessern, die auf endotheliale Fehlfunktion zurückzuführen sind. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem therapeutischen Potential von Knochenmarks-Stammzellen und der Frage, wie diese Zellen das Gefäßsystem schützen und welchen Einfluss Risikofaktoren auf die Funktion dieser Zellen haben. Seit 2014 befindet sich der SFB 834 in der 2. Förderperiode.

Sprecher:
Prof. Dr. Ingrid Fleming
(fleming@em.uni-frankfurt.de)
Stellvertretender Sprecher:
Prof. Dr. Stefanie Dimmeler
(dimmeler@em.uni-frankfurt.de)
SFB Koordination:
Dr. Claudia Koch
(SFB834@vrc.uni-frankfurt.de)